Wissenswertes zur Muskatnuss

Wissenswertes zur Muskatnuss

Wir kennen sie alle und fast jeder hat sie schon einmal genutzt. Wie sie wächst war allerdings lange ein großes Mysterium und selbst heute hat kaum einer sie gesehen. Die Rede ist von der Muskatnuss. Schon seit Jahrhunderten wird sie nach Europa importiert und spielt in unsere Küche längst nicht nur für Kartoffelgerichte eine große Rolle.

Der Muskatnussbaum, Myristica fragrans, aus der Gattung der Muskatgewächse (Myristicacae) ist ein immergrüner 10 bis 20 Meter hoher ausladend verzweigter Baum. Er stammt wahrscheinlich ursprünglich von den südlichen Molukken (Indonesien) und wird seit dem 18. Jahrhundert kultiviert. 

Die Blätter ähneln denen des Loorbeerbaumes. Der Baum ist zweihausig, es gibt also ein männliches und ein weibliches Geschlecht, wobei nur der weibliche Baum nennenswert Früchte trägt.

Es dauert auch einige Jahre, bevor die Bäume Früchte tragen. Diese bestehen aus einer äußeren Schale, dem Perikarp, und dem Kern. Wenn die Frucht reif ist, reißt der Perikarp an einer auffälligen Naht an der Seite der Frucht auf und gibt den Kern frei. Dieser ist von einer Schale umgeben, auf deren Oberfläche das Macis genannte Geflecht wächst, welches häufig fälschlicherweise als die Muskatblüte bezeichnet wird. Bereits seit de Mittelalter werden das Macis sowie der innere Kern als Gewürz auch in Europa verwendet. Das Fruchtfleisch, welches in Europa nahezu unbekannt ist, wird in Südostasien zur Herstellung von Marmeladen und Desserts verwendet. 

Das in den Samen und Samenmänteln enthaltene Myristicin, ein Öl, ist in großen Mengen zu sich genommen halluzinogen, weshalb Muskatnuss nur in geringer Menge konsumiert werden sollte. Als Gewürz verwendet stellt es allerdings keine gesundheitlichen Risiken dar.

Auf Sansibar beziehen wir die Muskatnuss vor allem aus einem auf der touristisch bekannteren Insel Unguja beheimateten Gewürzgarten im Zentrum der Insel. Hier sind die Böden besonders fruchtbar und eignen sich hervorragend zum Muskatanbau. Da der Baum stark windanfällig ist, wächst er hier vorwiegend zwischen oder neben anderen Bäumen.