Kakao: mehr als nur Schokolade

Kakao: mehr als nur Schokolade

Wenn wir an Kakao denken, denken die meisten zuerst an Tafelschokolade, an heiße Schokolade, vielleicht an Kuchen. Kaum jemand denkt dabei an ein Gewürz. Dabei ist genau das der Ursprung: Lange bevor Kakao gesüßt und zu Tafeln gepresst wurde, war er eine Zutat unter vielen. Herb, erdig, leicht bitter, mit einer Tiefe, die sich hervorragend mit anderen Aromen verträgt.

Rohe Kakaobohnen, geröstet und grob oder fein gemahlen, entfalten ein Aroma, das weit über das Süße hinausreicht. Ein wenig Bitterkeit, etwas Nussiges, ein wenig Frucht und alles mit einer erdigen Tiefe. Genau diese Vielschichtigkeit macht Kakao so interessant für die herzhafte Küche. Ein wenig gemahlener Kakao in einem Chili con Carne, in einer Barbecue-Sauce oder über geschmortem Fleisch bringt eine Nuance, die kaum ein anderes Gewürz beitragen kann.

Sehr schön zusehen ist das in der mexikanischen Küche. Die Mole Poblano aus der Region um Puebla ist wohl die bekannteste Sauce, die Kakao als Gewürz einsetzt. Kakao, Chilis, Nüsse und viele weitere Gewürze werden zu einer Sauce gemischt, die ihresgleichen sucht. Und die dort zurecht in der Festtagsküche gereicht wird.

Dabei gibt es viele weitere Einsatzmöglichkeiten. Etwas Kakao in einer Currymischung, in einem kräftigen Rub für Rind oder Wild, für Kürbissuppe oder sogar in einem herzhaften Porridge. Wo Tiefe und eine dezente Bitternote gefragt sind, kann Kakao seine Stärke ausspielen. Er harmoniert besonders gut mit Chili, Zimt, Kaffee oder Nelke, aber auch mit Vanille, wenn es in eine süßere Richtung gehen soll.

Ab dem kommenden Jahr nehmen wir sansibarischen Kakao in unser Sortiment auf. Wie schon bei unseren anderen Gewürzen legen wir dabei größten Wert auf direkte Herkunft und engen Kontakt zu den Erzeugern vor Ort.